3 Tipps für's Immunsystem: So stärkst Du Deine Katze im Winter

Katzen leiden oft genau wie wir in den dunklen Monaten unter einem angegriffenen Immunsystem. Statt Gemütlichkeit und fröhlichem Beisammensein in der Winterzeit herrscht deshalb unter vielen Tierfreunden Angst vor Viren, Bakterien und Pilzen. Unsere Tierheilpraktikerin Vanessa Krickhahn erklärt Dir heute, wie Du das Immunsystem Deiner Katze auf die kalten Tage vorbereiten kannst.

Was schwächt und belastet das Immunsystem meiner Katze?

Das Immunsystem Deines Stubentigers wird jeden Tag auf’s Neue herausgefordert und ist dem Wetter- und Jahreswechsel „ausgesetzt“. Hinzu kommen alltägliche Herausforderungen, die jede Katze bewältigen muss:

Katzen im hohen Alter sind meist anfälliger und immunschwächer. Für ein gut arbeitendes Immunsystem braucht ihr Körper gut funktionierende Organe und einen optimal arbeitenden Stoffwechsel, denn wenn ein Rädchen nicht richtig rund läuft ist das ganze System betroffen. Der Alterungsprozess führt zu einer verminderten Produktion von Antikörpern und Abwehrzellen - daher ist eine Unterstützung von älteren Katzen besonders sinnvoll. Oft haben diese Katzen auch mit den alterstypischen Problemen des Bewegungsapparates oder mit verminderter Muskelmasse zu kämpfen.

Unregelmäßige Wetterverhältnisse, wie sie gerade zum Jahreszeitenwechsel vorherrschen, beanspruchen das Immunsystem Deines Stubentigers. In dieser Zeit kommt es häufig zu Temperaturschwankungen zwischen Hitze und Kälte. Zur Regulierung benötigt der Körper Deiner Katze viel Energie.

Stress ist ein starker Energiefresser - vor allem wenn er dauerhaft auftritt. Oft kann ein verändertes Verhalten der Katze ein Hinweis auf eine belastende Situation sein. Trauer kann dabei z.B. eine Rolle spielen. Zu stressreichen Situationen gehören auch der Gang zum Tierarzt beziehungsweise der Transport dorthin. Auch neue Mitbewohner sorgen für reichlich Stress bei Katzen, da die Fronten dann untereinander neu geklärt werden müssen. Hinzu kommt, dass Stress nicht sehr förderlich für das Darmmilieu ist.

Über- und Untergewicht kann das Herz-Kreislaufsystem und zusätzlich den Organismus Deines Lieblings beeinträchtigen.

 

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Zu wenig Ruhe und Schlaf kennst Du bestimmt auch als Stressauslöser und Energiefresser: Man ist übermüdet und kann sich nicht konzentrieren. Schlafmangel über einen längeren Zeitraum kann schädlich für den Körper sein, da dem Körper die benötigte Zeit fehlt, um sich regenerieren zu können. Aber Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit können auch Symptome für ein bereits geschwächtes Immunsystem sein. Du kennst Deinen Stubentiger am besten: Beobachte also genau, ob das Verhalten Deiner Katze typisch für sie ist oder ob sich etwas geändert hat.

Parasiten können ihrem Wirt dauerhaft Nährstoffe entziehen, sodass er mitunter an Mangelernährung leidet. Bei Jungtieren kann sogar das Wachstum gehemmt werden und zu Entwicklungsstörungen führen. Daher arbeitet das Immunsystem hart daran, sie wieder loszuwerden. Das schwächt auf Dauer.

Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems auf Substanzen aus der Umwelt wie Pollen, Milbenkot, Nickel oder andere. Bei der Suche nach den Ursachen solltest Du berücksichtigen, dass es auch andere Arten von Überempfindlichkeit gibt, die zwar ähnliche Symptome hervorrufen, aber nicht auf einer immunologischen Reaktion beruhen.

Fütterung spielt eine wichtige Rolle, denn Nährstoffmangel kann zu einem geschwächten Immunsystem führen. Ohne ausreichende Versorgung kann der Organismus Deiner Katze nicht richtig arbeiten, da ihm die wichtigsten Mittel dazu fehlen.

Medikamente können die Darmflora nachhaltig beeinträchtigen und damit ebenfalls einen schwächenden Einfluss auf das Immunsystem haben.

Mangelnde Hygiene gehört auch zu den wichtigen Themen bei einem angeschlagenen Immunsystem. Wenn der Organismus immer wieder mit den Erregern, Bakterien, Pilzen etc. konfrontiert wird, welche er gerade erst mühselig losgeworden ist, wird das Immunsystem dauerhaft belastet. Daher sollten Umgebung und Katzenklos immer sauber gehalten werden. Achte bei Putz- und Desinfektionsmitteln darauf, dass Deine Katzen diese gut verträgt. Manche Inhaltsstoffe können schädlich für Deinen Stubentiger sein.

Passivrauchen ist für das Immunsystem von Katzen gefährlich, da die reinlichen Tiere sich häufig putzen. Dies ist für sie lebenswichtig, aber die Schadstoffe, welche sich im Fell festgesetzt haben, werden so über die Zunge aufgenommen. Mehr dazu könnt ihr in unserem Blog-Beitrag "Hunde und Katzen im Raucherhaushalt" lesen.

 

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Wie kann ich das Immunsystem meiner Katze unterstützen?

Für die Stärkung der Abwehrkräfte Deines Lieblings gibt es drei wichtige Faktoren: Bewegung, Ruhe und Ernährung.

  1. Schlüssel für ein starkes Immunsystem: Ausreichende Bewegung

    Bewegung führt zur Förderung der Durchblutung und daraus resultiert eine erhöhte Versorgung der Zellen. Diese werden mit mehr Nährstoffen versorgt und Abfallprodukte werden zügiger abtransportiert. Zusätzlich stärkt regelmäßige Bewegung das Herz-Kreislauf-System und trägt so zu einem starken Immunsystem bei.

    Freigänger sind es gewohnt umherzustreifen und daher werden kreative Bewegungsanreize benötigt, wenn es draußen zu kalt ist, um die üblichen Runden zu drehen. Lasse Deiner Fantasie freien Lauf, zum Beispiel kannst Du Deiner Katze einen Karton zur Beschäftigung schenken. Katzen lieben solche Spielorte und sie sind ein gutes Mittel die Langeweile gerade bei Freigängern etwas im Zaum zu halten. Auch extra Spiel-, Streichel- und Kuscheleinheiten können zur Ausgeglichenheit beitragen. Mit neuem Spielzeug können sich nicht nur Menschen stundenlang beschäftigen, sondern auch Katzen.

    Neben ausreichend Bewegung, genügend Wärme und Ruhe und einer ausgewogenen Ernährung ist die erste natürliche Schutzbarriere unserer vierbeinigen Freunde das Fell. Wenn Ihr wissen wollt, wie man den Fellwechsel unterstützen kann, schaut Euch einfach den Blogbeitrag "Katzen im Fellwechsel" an.

  2. Schlüssel für ein starkes Immunsystem: Ausreichend Ruhe und Wärme

    Egal ob Freigänger oder Wohnungskatze: Für regelmäßige Ruhephasen sollte ein Rückzugsort zum Schutz vor Kälte, Hitze, Luftzug, Auszeit vor Lärm und „Aktion“ vorhanden sein. Gerade zu den Feiertagen mit vielen Besuchern im Haus ist das wichtig, damit Deine Katze genug Zeit für die Regeneration und Erholung der Zellen hat und nicht mehr gestresst wird als nötig.

    Bei Wohnungskatzen ist es schwieriger für ausreichend Bewegung zu sorgen. Eine gute Möglichkeit, um stattdessen die Kraft der Sonne tanken zu können und das Wohlbefinden zu steigern ist ein freier Fensterplatz. Er ist eine gute Alternative zu echter Beschäftigung. Für Wärmeliebhaber ist auch ein Liegeplatz oder eine Hängematte in Heizungsnähe optimal.

    Du kannst dafür sorgen, dass sich Deine Katze auch bei den kalten Temperaturen im Freien wohl fühlt. Zum Beispiel, indem Du Deinem Freigänger ein warmes Plätzchen im Garten einrichtest für die Stunden, in denen Du nicht zuhause bist. Katzen sind kälteanfällig und verkühlen sich schnell. Selbstgebaute Winterhütten aus alten Hundehütten mit Katzenklappe und Styroporisolierung sind sehr beliebt, vor allem wenn sie zusätzlich warm mit Polstern, Kissen und Decken gestaltet sind. Der Eingang sollte relativ klein gehalten werden, damit die Wärme nicht zu schnell entweicht und es schön gemütlich bleibt. Die Kissen müssen regelmäßig gewechselt werden, da diese irgendwann nass und feucht werden und sich Parasiten darin einnisten. Wenn der Rückzugsort auf einem erhöhten Platz steht, dann sorgt dies einerseits für mehr Wärme und andererseits fühlt sich die Katze sicherer. Es besteht die Möglichkeit eine Katzenklappe zum warmen Wohnbereich einzurichten, damit Dein Stubentiger selbst bestimmen kann, wann es ihm zu kalt wird und er lieber wieder ins Warme möchte.

    Wenn Du draußen fütterst, bitte verwende keine Schüsselchen oder Näpfe aus Edelstahl oder anderen Metallen, da die Zunge schnell daran festfrieren kann. Eingefrorenes Wasser sollte nach Möglichkeit mehrmals täglich ausgetauscht werden und mindestens in zwei Meter Abstand zum Futter stehen.

    Kitten und Jungtiere sollten generell nicht in die Kälte gelassen werden, da ihnen noch die Unterwolle fehlt und die Thermoregulation daher weniger effizient ist.

  3. Schlüssel für ein starkes Immunsystem: Richtiges Füttern

    Eine artgerechte Ernährung ist essentiell für die Katzengesundheit. Die Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte spielt in jedem hochwertigen Katzenfutter eine große Rolle, wie auch Über- oder Untergewicht das Wohlbefinden beeinflussen. Frisches, sauberes Wasser sind ebenso wichtig, da es gerade bei Katzen wichtig für die Nierenfunktion ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Du eine gute und qualitativ hochwertige Nährstoffabdeckung gewährleistest, solltest Du Dir im Zweifelsfall eine Ernährungsberatung suchen und Dich genauer informieren.

    Das Immunsystem Deiner Katze kannst Du durch Zufütterung von wertvollen Omega-3-Fettsäuren unterstützen, die zum Beispiel im Lachsöl und Lebertran enthalten sind. Für die tägliche Versorgung erweisen sich natürliche Vitamine als besonders wertvoll. Wenn Du deiner Katze zwischendurch etwas Gutes tun möchtest, dann kannst Du ihr auf verschiedene Arten eine Immun-Kur zukommen lassen. Natürliche Antioxidantien, insbesondere Vitamin C und E, sind gerade für junge Katzen wichtig, die zum ersten Mal die „Außenwelt“ erkunden. Denn die Ausbildung der Abwehrkräfte geschieht erst Stück für Stück. Ein Teil des Immunsystems ist angeboren, der andere Teil entwickelt sich im Laufe des Lebens. Bei Jungtieren ist es noch nicht ausgereift und wird erst über den Kontakt mit Antigenen trainiert.

    Im Darm Deines Vierbeiners steckt ein Großteil des Immunsystem, daher ist eine abgestimmte Unterstützung oftmals hilfreich, um Dein Tier fit zu halten. Hier sind Prebiotika förderlich, um das Wachstum nützlicher Darmbakterien und deren Aktivität anzuregen. Ob Prebiotika oder Probiotika, jedes beeinflusst auf seine eigene Art und Weise die Darmflora. Du kannst mit Deinem Tierheilpraktiker und Tierarzt besprechen welche Anwendung für Deine Katze am sinnvollsten ist.

Wie bringst Du Deine Katze vital und munter durch die kalten Tage?
Ich bin gespannt auf Deine Tipps in den Kommentaren.

Und damit wünsche ich Euch und Euren Katzen ein starkes Abwehrsystem für die kalte Zeit und viele gemütliche Tage voller Kuschel- und Spieleinheiten!

Eure Vanessa


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  • fellnasen, sprich katzen, brauchen gutes futter in ihre näpfchen und kein abfallfutter mit 5% fleisch wie es die stiftung warentest für sehr gut befunden hatte, für mehrere sorten futter eine note sehr gut.....
    wir menschen möchten auch keinen abfall auf dem teller haben!
    so, ich geben verschiedenen älteren fellnasen ein kleines bisserl ascorbinsäure auf ihr futter oder mische es unter,
    auch bei einem alten katerchen ein bisserl luvos heilerde,
    bei zwei alten fellnasendamen reines und bestes lachsöl - ist besonders gut - und gibt ein prachtvolles haarkleid...
    spieleinheiten mit vielen grossen kratzbäumen und anderen dingen....
    kuscheleinheiten,
    ja, geht es den fellnasen gut dann freut es die menschen!

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