Pferde einreiten leicht gemacht

Beim Pferde einreiten sollten einige Dinge beachtet werden. Jungtiere müssen sich langsam an das Gewicht eines Reiters gewöhnen.

Will man Pferde einreiten, handelt es sich meistens nicht um Senioren, sondern um Jungtiere, die man erst an das Laufen unter dem Sattel gewöhnen muss. Ein Pferd einreiten bedeutet, dass sich das Fluchttier zunächst einer fundierten Ausbildung unterziehen muss. Das Einreiten erfolgt erst, wenn es hinreichend ausgewachsen und dementsprechend belastbar ist. Das geschieht in der Regel im Alter von drei bis dreieinhalb Jahren, denn dann verfügt es über ein belastbares Nervenkostüm. Beim Pferdeinreiten wird der Fokus auf das Zusammenspiel bei der Arbeit mit Mensch und Tier gelegt. Als Fohlen wurde das edle Tier schon an das Putzen, Hufe auskratzen und Führen gewöhnt. Zu einem späteren Zeitpunkt sind dann die vertrauensvolle Berührung des Reiters, sowie die Gewöhnung des Stalls von wesentlicher Bedeutung. Um problemlos ein Pferd einreiten zu können, sollte mit der Bodenarbeit begonnen werden. Das ist eine erste Vertrauensmaßnahme zwischen dem Reiter und dem Pferd. Das Tier erlernt dabei Schritt für Schritt den nötigen Respekt vor seinem späteren Reiter zu haben. Bevor man überhaupt mit dem Pferde einreiten beginnt, hat es im Zusammenhang mit der Bodenarbeit gelernt, leichtem Druck in williger Form nachzugeben. Das geschieht in spielerischer Weise durch das Führen am Halfter. Auch das Laufenlassen des Pferdes auf dem Reitplatz trägt zu dieser Maßnahme vor dem geplanten Einreiten bei. Man muss jedoch kein Profi sein, um selbst ein Pferd einreiten zu können. Erste Voraussetzung dafür ist keine Angst zu haben und über einen gut balancierten, geschmeidigen Sitz zu verfügen. Pferdeliebhaber träumen davon in Eigenregie ihr Pferd einreiten zu können. Das ist zumindest mit entsprechender Unterstützung zu bewerkstelligen. Der Vorteil beim selbstständigen Einreiten liegt in dem Wissen, welche Erfahrungen das Pferd beim Einreiten gemacht hat. Jedes Tier ist anders, hat es jedoch schon im Fohlenalter einen vertrauensvollen Umgang mit seinem Besitzer erfahren, stellt das Einreiten kein Problem dar. Doch bevor der Halter das erste Mal in den Sattel steigt, muss einiges an Vorarbeit geleistet werden. Man holt das Tier aus dem Stall und beginnt mit dem Putzen des Pferdes. Danach folgt das Auskratzen der Hufen. Hat man die beiden gewohnten Rituale beim Pferd vollzogen, fährt man mit dem Longieren fort. Es ist ratsam, die Longe zunächst einmal nur am Halfter einzuhaken und es so auf den Platz zu führen. Ein Roundpen ist die noch bessere Variante, denn hier lernen die Tiere am schnellsten, was der Mensch vom Tier wünscht. In manchen Fällen ist ein Helfer von Nöten, der das Pferd auf den Zirkel führt und dicht hinter dem Pferd mit der Peitsche geht. Zumindest so lange bis das Pferd verstanden hat, was es genau tun soll.

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Ein Pferd einreiten - die Gewöhnung an Ausrüstung und Longe ist wichtig

Soll ein Ausbilder ein Pferd einreiten, muss er dafür sorgen, dass sich das Tier zuvor an die Ausrüstung und das Longieren gewöhnt hat. Das ist die Grundvoraussetzung um ein Pferd einreiten zu können. Der Ausbilder verschafft sich aufgrund eigener Erfahrungen einen persönlichen Eindruck vom Tier und wird aufgrund dessen den Zeitraum und Ablauf zum Pferdeinreiten bestimmen. Hält er den Zeitpunkt für gekommen, sind die wesentlichen Punkte beim Pferdeinreiten das Überziehen der Trense und das Aufsetzen des Sattels. Ist das Pferd nervös, zeigt es sich beim Aufsetzen des Sattels unruhig und es beginnt sogar an zu bocken. Die Gewöhnung an Sattel, Steigbügel und Gurt ist die Voraussetzung, um behutsam ein Pferd einreiten zu können. Geduld, Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind beim Einreiten eine grundlegende Voraussetzung, um keinen bleibenden Schaden beim Tier zu hinterlassen. Das Pferd an das Longieren heranzuführen hilft als Vorbereitungsmaßnahme erheblich, um reibungslos ein Pferd einreiten zu können. In der Longe übt das Huftier das Gleichgewicht im Schritt und Trab zu halten. Danach werden Galopp und das richtige Reagieren auf Peitsche und Stimme einstudiert. 30 Minuten sollte das anfängliche Longieren nicht überschreiten. Der Ausbilder erkennt die Reife des Tieres an verschiedenen Merkmalen. Wenn das Pferd Ruhe in seiner Bewegung und eine gewisse Losgelassenheit in der Longe zeigt, ist die Zeit für das Pferdeinreiten gekommen. Steht es an der Longe und nimmt die Dreieckszügel und das Gebiss an, war die Vorbereitung, um das Pferd einreiten zu können, definitiv erfolgreich.

Aufsitzen und Anreiten beim Pferdeinreiten

Beim erfolgreichen Pferde einreiten ist das Aufsitzen von großer Bedeutung. Dabei sind Erfahrung und Geschicklichkeit unumgänglich. Zum ersten Mal in seinem noch jungen Leben bekommt das Jungtier eine ungewohnte Last auf seinem Rücken zu spüren. Das kann durchaus zu einem kurzen Schreckmoment führen. Jetzt muss das Pferd lernen, das Gewicht des Reiters zu stemmen und auszubalancieren. Die gesamte Muskulatur wird dabei in Anspruch genommen. Insofern sollte das erste Aufsitzen nicht von einem schwer gewichtigen Reiter übernommen werden. Wer ein Pferd einreiten möchte, der muss auch sattelfest sein. Es empfiehlt sich beim Pferdeinreiten zwei Helfer hinzu zu ziehen. Die Helfer heben den Reiter vorsichtig am Unterschenkel an und halten die Longe. Derjenige, der das Pferd einreiten möchte, beginnt damit, sich langsam im Stand über den Sattel zu legen. Nach geraumer Zeit lässt er sich behutsam herunter gleiten. Zeigt das Pferd bis dahin keine Stresssymptome, so kann getrost mit dem Einreiten fortgefahren werden. Jetzt kann man mit dem eigentlichen Aufsitzen durch das Aufrichten des Oberkörpers und das Einnehmen der Sitzhaltung beginnen. Wirkt das Tier unruhig oder nervös muss man noch mehr Geduld aufbringen, eine Pause einlegen und erneut mit dem Aufsitzen beginnen. Feingefühl, Geduld und Behutsamkeit beim Pferdeinreiten zahlen sich in jedem Fall aus. Wenn das Aufsitzen einwandfrei funktioniert und das Tier nicht bockt, lässt sich das Pferd einreiten. Dabei geht es mit dem Reiter im Schritt oder Trab souverän an der Longe.