Quarantäne mit Hund - Was tun, wenn Herrchen oder Frauchen mal nicht raus können?

Die aktuelle Situation und die notwendigen Maßnahmen gegen das Corona-Virus wirken sich nicht nur auf unser tägliches Leben aus, sondern auch auf unsere Haustiere, insbesondere auf Hunde. Nicht wenige stellen sich jetzt die Frage: Was tun mit dem Hund, wenn ich in Quarantäne muss? Im Gegensatz zur Ausgangssperre herrscht bei Quarantäneverordnung ein striktes Rausgehverbot. Auch die kleine Runde mit den passenden natürlichen Leckerlis kurz um den Block fällt dann aus. Wir geben Dir Tipps, wie Du mit Deinem Vierbeiner entspannt durch Ausgangssperre und Quarantäne kommst und wie Dein Hund und Du auch in der Corona-Krise die besten Freunde bleibt.

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Für Futterreserven sorgen

Nicht nur wir müssen mit Essen während der Quarantäne versorgt sein, auch unsere Vierbeiner sollten mit ausreichend Futter eingedeckt sein. Daher empfehlen wir immer mindestens einen Vorrat von einer Woche bis zu zehn Tagen an Hundefutter im Haus zu haben.

Geht Dir das Futter während der Quarantäne aus, kannst Du bequem Hundetrockenfutter kaufen oder Dir von Deinem persönlichen Einkäufer mitbringen lassen.

Als Alternative bieten viele Hundeshops ein Hundefutter Abonnement an. So musst Du Dir keine Sorgen mehr um eine rechtzeitige Futterlieferung machen. Auch bist Du nicht auf andere Menschen während der Quarantäne angewiesen und kannst Deinen Hund bequem selbst versorgen.

Hund versorgen während Quarantäne

Wenn Du tatsächlich in Quarantäne bist, darfst Du Dich nur auf Deinem Grundstück und in Deiner Wohnung aufhalten. Allerdings sind Deine Haustiere nicht in Quarantäne, sie dürfen und müssen weiterhin an die frische Luft. Folgende Alternativen hast Du, wenn Du Deinen Hund nicht selbst ausführen kannst:

Vertraute Personen bitten: Du kannst Personen, denen Du vertraust, darum bitten, mit dem Hund Gassi zu gehen. Achte aber bei der Leinenübergabe darauf, dass Du Körperkontakt vermeidest.

Hunde mit Frauchen auf dem Boden sitzend

Nachbarn fragen: Vielleicht hast Du gute Kontakte zu dem einen oder anderen Nachbarn und kannst ihn um Hilfe bitten. Häufig kennen sie schon Deinen Hund und der Vierbeiner ist auch mit den Menschen in der Nachbarschaft vertraut. Jedoch kontaktiere sie am besten über Telefon und vermeide einen persönlichen Kontakt.

Gassi-Service buchen: Vielerorts wird ein so genannter Gassi-Service angeboten. Auf diversen Portalen bieten Hundeliebhaber ihre Dienste an, von Hundebetreuung, über Gassi-Service bis hin zu Hundeschule und Hundetraining.

Wenn Du auf Gassi-Portalen nach Unterstützung suchst, achte darauf, dass Du verifizierte Hundeausführer kontaktierst. Diese erkennst Du schnell an der entsprechenden Kennung. Auch anhand von Bewertungen erkennst Du, ob ein Hundeausführer vertrauensvoll ist.

Wenn Dir das zu unsicher ist, kannst Du Dich auch bei Hundevereinen in Deiner Nähe informieren. Sie kennen in der Regel einen zuverlässigen Gassi-Service.

Hund in Garten und Wohnung beschäftigen: Wer einen Garten hat, ist hier klar im Vorteil. Der Hund kann im Garten toben und ist gleichzeitig an der frischen Luft. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Hund im Garten zu beschäftigen: von Agility über Apportierspiele bis hin zu Suchspielen.

Aber auch in den eigenen vier Wänden gibt es jede Menge einfache Methoden Deinen Hund vor allem geistig auszulasten. Diese häuslichen Beschäftigungen ersetzen aber nicht das tägliche Gassigehen. Sie sind lediglich ein Zusatz, um den Hund besser zu beschäftigen und zu fördern.

Wie Du siehst, gibt es trotz Quarantäne, Ausgangssperre und Co. jede Menge Möglichkeiten Deinem Vierbeiner den nötigen Auslauf zu bieten. In unserem Beitrag 10 Tipps, wie Du Deinen Hund zuhause beschäftigen kannst, geben wir Dir praktische Spiel- und Spaß-Anleitungen, wie Du mit einfachen Tricks Deinem Vierbeiner eine tolle Beschäftigung bietest und ihm auch in den eigenen vier Wänden kleine Abenteuer ermöglichst.

Quarantäne – Wie kommt mein Hund zum Tierarzt?

Befindest Du Dich in Quarantäne, darfst Du unter keinen Umständen das Haus verlassen, außer in den eigenen Garten. Problematisch wird das, wenn Dein Liebling zum Tierarzt muss. Handelt es sich um einen Notfall, solltest Du direkt eine Tierklinik oder Deinen Tierarzt kontaktieren, um weiteres Vorgehen zu besprechen.

Für solche Notfälle ist es auch gut, eine Vertrauensperson zu haben, die das Tier im Notfall zum Tierarzt oder in die Klinik bringen würde. Wir empfehlen allerdings nicht akute Tierarztbesuche bis nach der Quarantänezeit zu verschieben.

Hat sich Dein Liebling eine Schramme zugezogen und muss verbunden werden, solltest Du für solche Fälle immer ein Erste-Hilfe-Set für Tiere im Haus haben. Zur Wundversorgung eignet sich auch Silberwasser Spray, das die Haut reinigt und pflegt.

Verhalten beim Spazierengehen während einer Ausgangssperre

Hunde sind an ihre regelmäßigen Spaziergänge gewöhnt, und sie brauchen diese auch. Insbesondere bewegungsfreudige Rassen wie Jagd-, Hüte- und Schlittenhunde benötigen sehr viel Auslauf und Auslastung. Während einer Ausgangssperre ist die Bewegung im Freien noch erlaubt, daher gibt es hier keine Einschränkung für das Spazieren mit dem Hund. Jedoch solltest Du auch bei einer Ausgangssperre auf einige Regeln achten:

Sozialkontaktfreier Gassiwalk: Spazieren gehen mit dem Hund in größeren Gassi-Gruppen ist nicht gestattet. Es dürfen nur Personen eines Hausstandes mit dem Vierbeiner nach draußen gehen. Zu Deinem eigenen Schutz solltest Du beim Spazierengehen jegliche soziale Kontakte vermeiden.

Abstand zu anderen Spaziergängern halten: Achte am besten beim Spazieren mit dem Hund darauf, dass Du einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Tierbesitzern einhältst. Wenn es möglich ist, gehe anderen Spaziergängern mit Hund aus dem Weg. Denn schnell können sich die Leinen beim Hundekontakt verheddern und Herrchen oder Frauchen kommen notgedrungen doch einander näher.

Spazieren gehen während der Rush-Hour vermeiden: Du kennst das sicherlich auch, es gibt Uhrzeiten, da sind einfach fast alle Hundebesitzer unterwegs, Du auch. Daher wähle am besten Tageszeiten, die nicht so stark frequentiert sind. So kannst Du ein Zusammentreffen mit anderen Menschen und Tieren bestmöglich vermeiden. Die beliebtesten Zeiten sind vormittags nach dem ersten Fressen und am Abend nach dem Abendessen.

Spaziergänge im weitläufigen Gelände: Je größer und weitläufiger das Gebiet ist, desto weniger Kontakt hast Du mit anderen Tierbesitzern. Das schützt nicht nur Dich, sondern auch andere Personen.