Arthrose bei Katzen - Gelenkprobleme natürlich behandeln

Was ist Arthrose?

Natürlich haben auch Katzen Gelenkprobleme und -erkrankungen. Arthrose ist so eine typische Gelenkerkrankung, die sogar sehr schmerzhaft werden kann. Diese chronische Gelenkerkrankung tritt überwiegend bei älteren Katzen auf und ist auf geschädigtes Knorpelgewebe bei den Stubentigern zurückzuführen. Knorpel sowie auch die Gelenkflüssigkeit sind das Puffer zwischen den Gelenken und verhindern, dass die Gelenke aneinander reiben. Wird der Knorpel beschädigt oder nutzt sich ab, verändert sich die Knorpeloberfläche und bekommt Risse - weitere Knorpelschäden sind vorprogrammiert. Die dabei entstehende Reibung zwischen den Gelenken wird verstärkt und äußert sich als Schmerzen bei der Katze. Gelenkentzündungen wie Arthritis können ebenfalls zur Arthrose bei Katzen beitragen. Während eine Arthritis eine entzündliche Gelenkserkrankung ist und durch Infektionen oder auch Rheuma ausgelöst werden kann, kann eine Arthrose bei Katzen auch die Folge einer Arthritis sein.

Ab 9 Jahren zeigt ein Großteil der Katzen den irreversiblen Verschleiß von Knorpeln und Gelenken. Zu den häufigsten Gelenken, die von einer Arthrose betroffen sind, zählen Ellbogen und Schultern, gefolgt von Knie und Hüften.

Arthrose bei Katzen behandeln

Eine frühzeitige und schnelle Behandlung ist bei der Katzen-Arthrose entscheidend. Diese Gelenkerkrankung sollte auf jeden Fall durch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker diagnostiziert werden, damit andere gesundheitliche Probleme als Ursache ausgeschlossen werden können. Auch der Einsatz von Schmerzmitteln und anderen herkömmlichen Medikamenten sollten auf einer Diagnose beruhen.

Arthrose bei Katzen kann nicht geheilt werden, da der Knorpel bereits zerstört ist. Umso wichtiger ist es, frühzeitig dem Knorpel und den Gelenken wichtige Nährstoffe wie Kollagen, entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren oder mineralhaltige Calciumquellen zuzuführen, damit eine Regeneration schneller von statten geht und die Elastizität und Stabilität des Knorpels erhalten bleibt.

Um fortgeschrittene Arthrose bei Katzen zu behandeln, werden Maßnahmen wie Schmerztherapie, Physiotherapie, Akupunktur sowie Medikamente und Futterzusätze eingesetzt. Je nach Schweregrad muss die Gabe von Schmerzmitteln sowie verschiedene Therapien durchgängig erfolgen. Dabei solltest Du beachten, dass die Medikamente von Deiner Katze gut vertragen werden und auch mit eventuell anderen Medikamenten, die der Stubentiger einnimmt, keine Nebenwirkungen auslösen.

Ansonsten empfehlen wir, Deine Katze warm zu halten, besonders im Winter. Ihr Liegeplatz sollte sich nicht im Durchzug und in der kalten Jahreszeit nicht am Fenster befinden. Bei Freigängern sollte es vermieden werden, dass sie sich bei Regen und Schnee zu lange draußen aufhalten. Kommt der kleine Streuner durchnässt und durchgefroren nach Hause, sollte er direkt mit einem Handtuch trocken gerubbelt werden und falls die Katze es zulässt, trockengeföhnt.

Gesund für Katzen-Gelenke – Nahrungsergänzung richtig wählen

Um die Katzen Gelenke zu stärken, sind Futterergänzungen die erste Wahl. Insbesondere Grünlippmuschelpulver in Kombination mit Hagebuttenpulver haben sich in der Behandlung von Arthrose bei Katzen bewährt. Daher finden sich diese Supplemente auch im Katzenfutter sowie in einigen therapeutischen Snacks und Leckerlis wieder. Grünlippmuschelpulver ist bekannt für seinen hohen Gehalt an Glykosaminoglykanen, Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren. Auch die Wirkung von Hagebuttenpulver auf die Gelenke und bei Arthrose ist bereits zahlreich in Studien belegt. Es enthält einen außergewöhnlich hohen Anteil an Vitamin C, 20-mal mehr als Zitronen, und liefert zusätzlich wichtige Galaktolipide. Sie sind vor allem in der Humanmedizin für ihre Wirkweise bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose bekannt.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Arthrosetherapie von Katzen ist die Schmerzlinderung. Teufelskralle gilt hier als vielversprechendes Mittel. Denn das afrikanische Sesamgewächs ist ein traditionelles Heilmittel aus Südafrika und Namibia und gilt noch als Geheimtipp in der natürlichen Tierheilkunde. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Teufelskralle über Inhaltsstoffe wie Harpagoside verfügt, die schmerzlindernd und entzündungshemmend auf Gelenke wirken. Außerdem löst die Pflanze keine bekannten Nebenwirkungen aus, im Gegensatz zu typischen Arthrosemedikamenten. Wird Teufelskralle Katzen unter das Futter gemischt, kann es bereits nach wenigen Wochen die Schmerzen deutlich reduzieren.

Ursachen von Gelenkerkrankung bei Katzen

Als Ursachen einer Arthrose bei Katzen kommen einige Faktoren infrage:

  • Übermäßige wiederkehrende (Fehl-)Belastungen der Gelenke
  • Fehlernährung im jungen Katzenalter - Nährstoffüber- oder -unterversorgung
  • Genetische Ursachen, wie zu langsame Knorpelbildung
  • Traumata am Gelenk (Knochenbrüche, Verrenkungen, Prellungen, etc.)
  • Dysplasien (Hüftgelenks-/Ellenbogendysplasie)
  • Patellaluxation (Verrenkung der Kniescheibe)
  • Übergewicht

Starke wiederkehrende Belastungen von Gelenken (häufiges Springen von hohen Gegenständen, Sprints, etc.) können den Knorpel bei Katzen schädigen und auch die Produktion der Gelenkflüssigkeit (Synoviaflüssigkeit) beeinträchtigen. Fehlernährung im jungen Katzenalter - zu wenige Omega-3-Fettsäuren, Collagen, Calcium & Co. - führen ebenfalls zum Verlust der Knorpelmasse. Fehlt dem Knorpel „gesunde Nahrung“, können die Knorpelzellen nicht wachsen und sind nicht elastisch genug, um Belastungen abzufedern. Vor allem im Alter nimmt der Gelenkknorpel der Katze an Elastizität ab, wird steifer und eine Abnutzung schreitet schneller voran.

Diese Störfaktoren führen dazu, dass die Zellen im Knorpel unverhältnismäßig aktiviert werden und durch Aufbau- und Abbauenzyme eine Zerstörung der Proteine im Knorpel verstärkt wird. Dadurch verringert sich auf Dauer der Collagenanteil im Knorpel und die Knorpelzellen sterben ab. Starres Narbengewebe bildet sich, das sowohl die Knorpelmasse schädigt als auch das Gelenk. Chronische Entzündungen sind die Folge.

Bei der Katze verursacht dieser Prozess im fortgeschrittenem Stadium dauerhafte Schmerzen im Gelenk. Spätestens jetzt ist eine Futterzugabe von wichtigen Nährstoffen für den Aufbau des Knorpelgewebes vonnöten. Katzen-Gelenke zu stärken und die Knorpelmasse zu schonen, sollte zu das Behandlungsziel sein.

Arthrose Katze – Symptome richtig deuten

Tiere haben im Vergleich zu Menschen eine höhere Schmerzgrenze. In der Regel lassen sich Katzen ihre Schmerzen nicht anmerken, sodass es auch dem Besitzer nicht direkt auffällt, dass etwas mit dem Stubentiger nicht stimmt. Die Symptome einer Arthrose bei Katzen können von Tier zu Tier unterschiedlich sein. Sie zeigen sich häufig unspezifisch, was eine frühe Beobachtungsdiagnose leider erschwert. Daher kann eine Arthrose bei Katzen auch lange unbemerkt bleiben.

Jedoch gibt es einige Verhaltensmuster, die darauf hinweisen können, dass Deine Katze an Gelenkproblemen leidet:

  • Steife Körperhaltung
  • Bewegungsunlust
  • Vermeiden das Springen von hohen Höhen
  • Weniger Bewegung im Allgemeinen
  • Lahmheit
  • Verhaltensänderungen
  • Fieber
  • Verringerter Spieltrieb
  • Angst und aggressives Verhalten
  • Vermehrtes Schlafen
  • Verändertes Laufverhalten
  • Probleme beim Aufstehen
  • Schiefe Körperhaltung

Diese unspezifischen Symptome müssen nicht alle gleichzeitig auftreten, auch einzelne Anzeichen können bereits auf eine Arthrose hindeuten.

Um eine Gelenkerkrankung wie Arthrose bei Katzen zu diagnostizieren, wird man an einem Tierarztbesuch nicht herumkommen. Lahmheitsuntersuchungen, Röntgen als auch eine Computertomographie (CT) können bei der Arthrose-Diagnose herangezogen werden. Das CT und Röntgenbild zeigen am besten, wie fortgeschritten die Arthrose bei der Katze bereits ist und welche Behandlung am meisten Sinn macht.