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Eichenprozessionsspinner - wenn eine Schmetterlingsraupe gefährlich für Hunde wird

Eichenprozessionsspinner - wenn eine Schmetterlingsraupe gefährlich für Hunde wird

Auf dem ersten Blick sehen die Nachtfalter-Raupen plüschig aus, aber sie sind alles andere als harmlos: Der Eichenprozessionsspinner kann für Tiere aufgrund seiner Brennhaare gefährlich werden. Tierheilpraktikerin Angelica aus unserem aniforte.de-Team erklärt, woran Du die Raupen erkennst und wie Du Deinen Hund vor einer Kontaktallergie schützst.

Was Du über den Eichenprozessionsspinner wissen solltest

Im Frühsommer von Mai bis Juni ist der der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) besonders aktiv. Seine flauschigen Raupen kommen in lichten Wäldern vor, aber auch auf alleinstehenden Bäumen. Wohl fühlen sie sich insbesondere in warmen und trockenen Regionen. Dort findest Du sie an Waldrändern, auf Campingplätzen, in Parkanlagen oder auf Sportplätzen.Obwohl er fast als ausgestorben galt, vermehrt sich dieser Nachtfalter seit den 90er Jahre stetig.

Seinen Namen verdankt er den Prozessionen, welche von den Raupen abgehalten werden, wenn sie an Eichen oder Buchen empor wandern. Sie bilden dabei mehrreihige Schlangen, die bis zu zehn Meter lang sein können. Haben sie die Krone erreicht, fallen sie über die Blätter des Baumes her und fressen diese bis auf die “Adern” kahl. Auf diese Weise können ganze Bäume innerhalb kurzer Zeit entlaubt werden und zugrunde gehen.

Verwechslungsgefahr mit der harmlosen Gespinstmotte

Die weißen Gespinste, die von Eichenprozessionsspinnern gebildet werden, ähneln den Nestern der harmlosen Gespinstmotte. Diese bilden jedoch Nester, die komplette Bäume und Büsche wie einen weißen Schleier überziehen - das Nest des Eichenprozessionsspinners hängt dagegen nur am Stamm des Baums. Solange Du es nicht berührst, lohnt es sich, dieses Naturphänomen einmal näher zu betrachten.

Gespinstmotten finden sich, anders als Eichenprozessionsspinner, vor allem auf Traubenkirschen, aber auch auf Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln und Weiden. In Ausnahmefällen können auch Obstbäume betroffen sein. Die kleinen Raupen sind im Gegensatz zu ihren gefährlichen Verwandten komplett unbehaart und gelblich gefärbt mit schwarzen Punkten. Sie verpuppen sich schnell. Daher können nach einem Befall die von innen kahl gefressenen Gehölze ab Ende Juni wieder austreiben.

Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich für Hunde?

Oftmals kommt es ungewollt zu einer direkten Begegnung der Raupen mit einem Tier, welches durch die Sträucher rennt. Die Insekten sind von Brennhaaren überzogen, die bei Kontakt leicht abbrechen. Dadurch wird ein Eiweißstoff freigesetzt, der bei Mensch und Tier zu allergischen Symptomen führt. Davon sind meist alle unbedeckten Hautbereiche betroffen. Hunde sind zwar durch ihr Fell geschützt, neigen aber leider dazu, die Haare über die Mundschleimhäute durch Ablecken aufzunehmen.

Die meisten Raupen bilden Ende April bis Anfang Mai erste Brennhaare. Am kritischsten ist jedoch die Zeit von Ende Mai bis Ende Juni. In dieser Phase verlieren die Tiere viele Härchen, die vom Wind aus den Nestern getragen werden. Anschließend beginnen die Raupen damit, sich zu verpuppen und verschwinden wieder aus der Natur. Allerdings sind auch verlassene Nester gefährlich für Deinen Vierbeiner, da die Reste von Häuten und Brennhaaren noch lange an den Gespinsten haften bleiben.

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Symptome nach dem Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern

Die Haut Deines Hundes reagiert mit folgenden Symptomen auf eine Berührung mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners: 

●     heftiger Juckreiz

●     Rötungen

●     Quaddel-Bildung

●     Eiterbläschen

●     Knötchen

 Noch gefährlicher ist allerdings eine Reizung der Mund- und Nasenschleimhaut durch das Einatmen der Haare. Dies kann die Atemwege reizen. Als weitere Begleiterscheinungen können auftreten: 

●     Schwindel

●     Fieber

●     Müdigkeit

●     Reizung der Augen

●     Anschwellen der Lider

Behandlung und Vorbeugung gegen Eichenprozessionsspinner

Bei der Behandlung solltest Du vor allem darauf achten, selbst nicht mit den Härchen in Berührung zu kommen. Handschuhe und unter Umständen ein Mundschutz sind deshalb anzuraten. Dann solltest Du folgendermaßen vorgehen: 

  1. Die Augen, Nase und Maul des betroffenen Hundes mit sauberem Wasser ausspülen. Am besten ist es, den Hund draußen im Garten abzuspritzen oder in einem nahegelegenen See oder sauberen Gewässer schwimmen zu lassen. 
  1. Das Tier gründlich mit einem Hundeshampoo einschäumen und baden, um wirklich alle Härchen zu entfernen und gründlich durchbürsten.

Sollte Dein Hund im Anschluss dennoch die oben genannten Reaktionen zeigen, ist der Weg zum Tierarzt unumgänglich. Du kannst Deinen Liebling dann helfen und das Immunsystem entsprechend stärken.

Kann man den Eichenprozessionsspinner bekämpfen?

Grundsätzlich gilt: Wer Nester entdeckt, sollte diese umgehend dem Nabu melden, dem zuständigen Ordnungsamt oder dem Gesundheitsamt. Beseitigt werden sollten die Raupen und Gespinste aber nur von ausgebildeten Schädlingsbekämpfern. Für Dich und Dein Tier gilt: Abstand halten. Und die gute Nachricht bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist, dass er eine eine Vielzahl natürlicher Feinde hat, denen die Brennhaare nichts anhaben können. Das sind z.B. die Raupenfliege, der Puppenräuber und der Kuckuck.

Ich wünsche Euch und Euren Hunden einen herrlichen Sommer ohne Begegnungen mit dem Eichenprozessionsspinner!

 

Eure Angelica


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

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