• 5% Schnupperrabatt
  • bei Registrierung
  • schneller Versand
  • Ausgang binnen 24 h
  • Gratisversand ab 29 Euro
  • innerhalb Deutschland
  • 100.000 Bewertungen
  • 99% zufriedene Kunden

Zeckenbiss - wie du deinen Vierbeiner schützen kannst

Zecken lauern jetzt wieder überall. Kaum ist der Frühling da, sitzen sie auf Sträuchern, im Unterholz oder in hohen Wiesen und warten nur darauf, dass ein geeigneter Wirt des Weges kommt. Dabei ist ein Zeckenbiss nicht ungefährlich für Tier und Halter, denn die kleinen, lästigen Tierchen sind Überträger vieler Krankheiten. Wie Du den richtigen Zeckenschutz vor den gefürchteten Zeckenbiss für Deinen Liebling findest, erkläre ich Dir im Detail.

Was Du über Zecken wissen solltest

Zecken sind auf dem Vormarsch. Ihre Zahl nimmt weltweit zu und auch in Deutschland verbreiten sich immer mehr Arten, die früher nur aus dem Mittelmeerraum bekannt waren. Das liegt zum einen an der großen Reiselust der Europäer, aber auch an der wachsenden Möglichkeit, sein Haustier auf diese Reisen mitzunehmen. Traf man vor einigen Jahren fast nur den Gemeinen Holzbock bei uns an, so findet man mittlerweile siebzehn verschiedene Zeckenarten, weltweit sind es sogar ca. 850. Vor allem Süddeutschland ab der Linie Jena-Frankfurt gilt als Risiko-Gebiet für Zeckenbisse. Die lästigen Parasiten können bis zu einer Höhe von 1,5 Meter klettern, lassen sich dann im geeigneten Moment auf den potentiellen Wirt fallen und klammern sich an ihm fest und schon ist ein Zeckenbiss nicht mehr weit. Dabei reagieren Zecken auf den Geruch und die Körpertemperatur von Tieren und Menschen. Befallen werden von unseren Haustieren vor allem Hunde und Katzen, aber auch Pferde.

Die drei Entwicklungsstadien der Zecke

Zecken treten in drei Entwicklungsstadien auf: als Larve, Nymphe und erwachsenes Tier. Um die nächste Entwicklungsphase zu erreichen, benötigt der Parasit jedes Mal eine Blutmahlzeit. Allerdings sind Zecken wahre Hungerkünstler. Sie können problemlos lange Zeiten ohne Nahrungsaufnahme überleben. Deshalb entwickelt sich der Gemeine Holzbock z.B. über einen Zeitraum von zwei bis sechs Jahren, je nach möglicher Blutzufuhr. Die winzigen, hellen Larven sind eher weniger anzutreffen, da es ihnen nicht gelingt, die Haut bei größeren Tieren zu durchdringen. Nymphen sind schwarz und etwa so groß wie ein Stecknadelkopf, ausgewachsene Tiere noch ein wenig größer. Wenn wir von Zecken sprechen, meinen wir in der Regel das erwachsene Tier. Vollgesaugt kann eine ausgewachsene Zecke bei einem Zeckenbiss das Volumen einer Erbse erreichen. Das vollgesogene Weibchen verlässt den Wirt, legt tausende Eier ab und stirbt danach. Wirklich erstaunlich ist, dass die Zecke 99% ihrer Lebenszeit ohne Wirt auskommen und in allen Stadien ihres Heranwachsens überwintern kann. Das macht sie besonders überlebensfähig.

blog_1200x630px_zeckenzeit_02

Warum sind Zecken gefährlich für mein Tier?

Leider ist ein Zeckenbiss nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden, denn Zecken sind Überträger vieler Infektionskrankheiten. Nach einem Zeckenbiss erreichen die Krankheitserreger innerhalb von 24 Stunden den Blutkreislauf des Wirtes. Folgende Krankheiten werden durch einen Zeckenbiss übertragen:

Borreliose (Infektionen ausgelöst durch Bakterien)
Anaplasmose (Anaplasmen befallen Blutzellen)
Ehrlichiose (durch Bakterien der Gattung Ehrlichia hervorgerufene Krankheiten)
Babesiose (auch als Hundemalaria bezeichnet)
Hepatozoonose (durch parasitäre Einzeller der Gattung Hepatozoon hervorgerufene Krankheit bei Hunden)
FSME (= Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Alle diese Erkrankungen, verursacht durch einen Zeckenbiss zeigen unterschiedliche Symptome. Oft sind diese Grippe-ähnlich in Verbindung mit Übelkeit und Entzündungen, z.B. der Gelenke. Sollte Dein Hund oder Deine Katze derartige Anzeichen nach einem Zeckenbiss zeigen, solltest Du in jedem Fall einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufsuchen, bevor es für Dein Tier gefährlich wird.

Wie kann ich bei meinem Tier gegen Zeckenbisse vorbeugen?

Aufgrund der wachsenden Verbreitung der Zecke ist es immer wichtiger, an die Zecken-Prophylaxe zu denken, wenn es Frühling wird. Allerdings solltest Du dabei wissen, dass ein 100%iger Zeckenschutz nicht möglich ist. Das liegt zum einen daran, dass jedes Tier unterschiedlich auf bestimmte Präparate reagiert, zum anderen sind natürliche Vorgänge wie Geruchsveränderungen nicht immer gänzlich steuerbar. Allerdings gibt es Mittel und Wege, einem Befall nahezu auszuschließen. Nur so können Sie zielgerichtet Zeckenbisse vermeiden.

Von der Zeckenzange bis zur Nahrungsergänzung – Die Auswahl ist groß

Der Markt des Zeckenschutzes ist über die Jahre groß geworden und als Halter muss man zwischen zahlreichen Präparaten wählen. Achte darauf, was Dein Tier am besten verträgt und stimme Dich im Zweifelsfall mit Deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker ab. Ob Zeckenzange, Zeckenhalsbänder oder Spot On mit natürlichen oder chemischen Wirkstoffen (Nervengiften), als Tablette oder Kapsel, Futterergänzungsmittel oder andere natürliche Anwendungen – jeder muss für sein Tier das Passende gegen Zeckenbisse finden. Allerdings sei hier vor den Nebenwirkungen mancher chemischer Wirkstoffe gewarnt. Es kann zu Hautreaktionen mit Juckreiz, neurologische Störungen oder Magen-Darm-Problemen kommen, wenn Du nicht vorsichtig beobachtest, ob Dein Liebling das Mittel verträgt.

Bei Katzen solltest Du keine Präparate mit den Wirkstoffen Permethrin und Imidacloprid verwenden, da diese für die Tiere sehr giftig sind. Deshalb achte darauf, dass Du auf keinen Fall ein Hundeprodukt zum Schutz gegen Zeckenbisse für Deine Katze kaufst. Auch bei Welpen gilt besondere Vorsicht.

Natürlicher Zeckenschutz: Verschiedene Möglichkeiten

Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass die Zecken immer resistenter gegen chemischen Zeckenschutz werden. Aus diesem Grund rate ich zu natürlichen und nebenwirkungsfreien Alternativen, da sie die Wahrscheinlichkeit von Zeckenbissen beim Hund verringern. Zur äußeren Anwendung können zum Beispiel ein natürliches Spot On oder Zeckenspray zum Einsatz gegen Zeckenbisse kommen. Sie sind rein pflanzlich und schonender zur Haut als die chemischen Alternativen. Aufgrund der Flüchtigkeit der enthaltenen ätherischen Öle sollten sie täglich angewendet werden. Auch bei diesen Mitteln gegen Zeckenbisse reagiert jedes Tier individuell. 


Neben der äußerlichen Anwendung gibt es auch die Möglichkeit, Dein Tier bei dem Zeckenschutz über die Nahrung zu unterstützen. Mit Bierhefen wird der Eigengeruch Deines Tieres verändert, ohne dass es für den Menschen auffällig wäre. Die Zecke wird jedoch von dem neuen Geruch Deines Hundes oder Deiner Katze abgeschreckt und ein Zeckenbiss kann vermieden werden. Zudem wird die Hautabwehr Deines Lieblings gestärkt. Ähnliche Wirkung zeigt die Einnahme von Knoblauch, Cistus incanus (Zistrose) oder auch Schwarzkümmelöl gegen Zeckenbisse.

Was tun bei einem Zeckenbiss?

Findest Du einen Zeckenbiss bei Deinem Hund, Deiner Katze oder Deinem Pferd, solltest Du folgendes beachten:

1. So schnell wie möglich die Zecke entfernen mit einer Zeckenzange, Zeckenhaken oder einer Pinzette
2. Beim Zeckenentfernen das Werkzeug möglichst hautnah am Kopf der Zecke ansetzen
3. Die Zecke nicht zu fest drücken, um die Übertragung von Flüssigkeiten auf Dein Haustier zu vermeiden
4. Dann die Zecke langsam, kontrolliert und mit einer Drehbewegung herausziehen
5. Sollte der „Zeckenkopf“ stecken bleiben, wird dieser innerhalb der nächsten Tage vom Körper Deines Haustiers abgestoßen, da es sich nur um Reste des Stechrüssels der Zecke handelt
6. Im Folgenden die Einstichstelle weiter beobachten, ob sich Rötungen etc. zeigen

Da Zecken nicht zwangsläufig direkt nach dem Abwurf zubeißen, sondern auch im Fell Deines Lieblings transportiert werden können, solltest Du Dein Tier nach dem Spielen in Frühlingswiesen oder unter sonnigen Baumkronen auf Zeckenbisse untersuchen. Schau Dir bei Deinem Hund oder Deiner Katze vor allem die Bereiche Kopf, Brust, Nacken und Achseln genau an. Beachtest Du zusätzlich die natürlichen Tipps für Dein Haustier, dann steht einem unbeschwerten Balgen und Toben in freier Natur ohne Zeckenbiss nichts mehr im Wege.

Wie schützt Du Dein Haustier vor Zeckenbissen? Musstest Du bereits Erfahrungen mit gefährlichen Krankheitserregern bei Deinem Liebling machen? Berichte uns davon in den Kommentaren.

Ich wünsche Euch und Euren Tieren eine sonnige Frühlingszeit,
Eure Angelica


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.