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Das juckende Ende: Wenn die Analdrüsen dem Hund Probleme machen

Das juckende Ende: Wenn die Analdrüsen dem Hund Probleme machen

Die wenigsten Hundehalter beschäftigen sich mit den Analdrüsen ihres Vierbeiners - bis diese Probleme machen. Dabei leisten die Drüsen einen wichtigen Beitrag zur Kommunikation mit den Artgenossen. Unsere Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin Angelica von AniForte verrät, wie Du Unannehmlichkeiten mit der Analdrüse vorbeugen kannst.

Wie sind die Analdrüsen Deines Hundes aufgebaut?

Um zu verstehen, wie es zu Problemen mit der Analdrüse kommen kann, muss man zunächst den Aufbau und die Funktionsweise verstehen. Die Analdrüsen liegen rechts und links des Afters (Darmausgangs) eingebettet in die Schließmuskulatur Deines Hundes. Der ‘Drüsensammelraum’ wird auch als Analbeutel bezeichnet. Analdrüsen haben Öffnungen in den Darm und produzieren ein Talg ähnliches Sekret, welches bei gesunden Hunden mit dem Kotabsatz ausgeschieden wird. Dies geschieht über den Druck des Schließmuskels auf die Analbeutel. In extremen Stresssituationen, z.B. wenn Dein Hund große Angst hat, entleert er reflexartig die Analbeutel nahezu komplett.

Wozu dienen die Analdrüsen Deines Hundes?

Dein Hund kommuniziert über die Analdrüsen geruchlich mit seinen Artgenossen. Andere Hunde nehmen den individuellen und speziellen Duft des Sekretes beim Beschnuppern war. So dienen die Absonderungen vor allem als Markierungen des Territoriums und Signalisierung von Paarungsbereitschaft durch die Ausscheidung von Pheromonen. Wir Menschen empfinden den Geruch des Sekrets als ausgesprochen übelriechend.

Warum Dein Hund mit der Analdrüse Probleme hat

Die Analdrüsen Deines Hundes werden durch zwei Faktoren entscheidend beeinflusst: die Beschaffenheit seines Kots und den Gesamtzustand seines Darms.

 

  • Ursache: Der Hundekot ist zu weich

 

Ist der Kot Deines Hundes dauerhaft zu weich, werden die Analdrüsen nicht mehr ausreichend entleert. Der nötige Druck fehlt, um die Drüsen auszupressen. So verbleibt das Sekret in den Analbeuteln. Es wird aber weiterhin produziert. Das führt zu vollen Analdrüsen und Dein Hund verspürt einen unangenehmen Druck.

Außerdem verfestigt sich das Sekret und die Analdrüsen verstopfen. Im ungünstigsten Fall kommt es zu einem Teufelskreislauf: Das feste Sekret führt zu hartem Kot, die Ausgänge werden zugedrückt und die Entleerung der Analdrüsen verhindert, wodurch wieder mehr Sekret entsteht.

Eine schwierige Lösung: Analdrüsen ausdrücken

Um dem Kreislauf zu entkommen, werden die Analdrüsen in solch einem Fall häufig gewaltsam ausgedrückt. Doch das tut den empfindlichen Drüsen, die auf diesen Reiz oftmals noch mehr Sekret absondern, nicht gut. Du solltest den Vorgang also nicht unnötig oft machen lassen, um kein chronisches Leiden bei Deinem Hund auszulösen.

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  • Ursache: Übersäuerung des Dickdarms

 

Die Analdrüsen geben auch Auskunft über den Zustand des Darms. Meist bleiben die Analdrüsen unbemerkt, wenn sie ihre Arbeit verrichten. Ist jedoch die Dickdarmflora übersäuert, werden auch die Analdrüsen mit Säuren und Toxinen überschwemmt. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Darm löst das Problem, indem er verstärkt Kot ausscheidet, oder die Analdrüsen verstopfen auch hier.

Ursachenforschung bei Verstopfung

Wenn die regelmäßig Analdrüsen verstopft sind, lohnt es sich also neben dem Kot auch tiefere Ursachen in Betracht zu ziehen: Ein Darmfloracheck kann helfen, die möglichen Auslöser für die Verstopfung der Analdrüsen zu finden. Danach kannst Du die Dysbakterie entsprechend behandeln oder weiter auf Ursachenforschung gehen, dabei sollte auch eine Unverträglichkeit oder Allergie in Erwägung gezogen werden.

Symptome für Analdrüsen-Probleme bei Deinem Hund

Es gibt verschiedene Anzeichen für verstopfte Analdrüsen beim Hund. Diese sind individuell von Hund zu Hund verschieden. Ganz typisch ist aber das sogenannte Schlittenfahren. Dabei reibt der Hund mit dem Gesäß auf dem Boden und bewegt sich dabei fort. Ursache für diese merkwürdige Art der Fortbewegung ist der starke Juckreiz, das mechanische Reiben schafft Linderung.

Der Juckreiz bringt Deinen Hund auch dazu, dass er sich häufig im hinteren Bereich leckt und beknabbert. Manchmal werden es auch wahre Knabberattacken mit hektischen Bewegungen, Beißen, Knibbeln und Lecken. Wenn Du diese Symptome bei Deinem Vierbeiner beobachtest, solltest Du dir um die Pflege seiner Analdrüse Gedanken machen.

Pflege für die Analdrüse des Hundes

Dein Tier genau zu beobachten und gleichzeitig auf seine Futterzusammensetzung zu achten, ist der erste Schritt: So lässt sich Gewissheit schaffen, ob die Auffälligkeiten an den Analdrüsen von der Fütterung herrühren oder andere Ursachen haben. Du solltest Unverträglichkeiten ausschließen. Getreide, Reis, Pansen oder Blättermagen können z.B. Auslöser für den zu weichen Stuhl Deines Hundes sein.

Als zweiter Schritt reicht es häufig schon, die Produktion der Analdrüsen mit Ballaststoffen zu unterstützen. Flohsamen sind dabei sehr empfehlenswert: Die Verdauung Deines Hundes wird durch sie angeregt und der Kot kann so wieder fester werden. Je nach Verträglichkeit kannst Du auch Leinsamen unter das Futter mischen. Auch die Erhöhung von Ballaststoffen in Form von Kokosflocken oder geriebenen Karotten zu kann hilfreich sein.

Zuletzt solltest Du über eine Sanierung des Hundedarms nachdenken. Manchmal kann dazu auch eine Futteranpassung notwendig werden, sollte das Problem mit den Analdrüsen durch die vorherigen Tipps nicht gelindert werden.

Ich wünsche Euch und Euren Hunden weiterhin alles Gute,

Eure Angelica


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

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  • Hallo, vielen Dank für den Beitrag. Wie ermittel ich die optimale Festigkeit des Kots?.... raus kommt er augenscheinlich gut geformt, aber wenn ich ihn in die Hand nehme fühlt er sich weich an und lässt sich leicht matschen.

  • Das leidige Thema "Analdrüsen" haben wir auch.

    LG Ivonne