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Die Top 7 der Fress-Gefahren für Dein Haustier zur Weihnachtszeit

Weihnachten - die schönste Zeit des Jahres. Überall glitzert, funkelt und leuchtet es, und der Geruch von Plätzchen und Glühwein verzaubert uns Menschen. Doch ist diese Zeit auch so besinnlich für unsere tierischen Freunde? Weihnachtsdekoration und Schoko-Plätzchen können zur Gefahrenquelle für Deinen Vierbeiner werden. Unsere Tierheilpraktikerin Angelica Smaigl und unser Tierarzt Philipp Schledorn geben Dir heute zusammen Tipps, wie Du eine Vergiftung durch Schokolade oder eine Operation aufgrund von verschlucktem Lametta vermeiden kannst.

Gefahrenquelle Nr. 1: Schokolade und Verpackung

Tatsächlich gilt der Naschteller als Gefahrenquelle Nummer eins. Allzu gerne vergreift sich der ein oder andere Vierbeiner an den Süßigkeiten und landet dann kurze Zeit später mit dem Verdacht auf eine Schokoladenvergiftung in der Klinik. Denn Schokolade in großen Mengen ist giftig für Hunde und Katzen. Schuld daran ist der in der Kakaobohne enthaltende Stoff Theobromin. Während Menschen Theobromin durch das Enzym Cytochrom abbauen können, ist dies bei Hunden und Katzen nicht möglich. In ausreichenden Mengen löst Theobromin starke innere Unruhe bei Deinem Vierbeiner aus. Grundsätzlich gilt: Je höher der Kakaoanteil desto gefährlicher könnte es für Deinen Hund werden, d.h. bei Zartbitterschokolade kann zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Symptome,Vorbeugung und erste Hilfe-Maßnahmen bei Schokoladen-Vergiftung

Tierarzt Schledorn nennt die ersten Anzeichen für eine Vergiftung Deines Vierbeiners: Nervosität, Erbrechen, Durchfall, verstärkter Durst, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Zittern und Krämpfe. Er rät: Falls Du Deinen Vierbeiner beim Naschen erwischt oder er Symptome einer Schokoladenvergiftung zeigt, solltest Du unbedingt direkt zum Tierarzt gehen.

Liegt die Aufnahme weniger als zwei Stunden zurück, befindet sich die Schokolade noch im Magen. Dann, so Tierarzt Schledorn, lasse ich als Tierarzt das Tier gezielt erbrechen, wodurch sich das Risiko deutlich reduziert. War Dein Tier über Tag alleine und hat den Adventsteller aufgefressen, dann muss eine Entgiftungstherapie inklusive Infusionen und gezielter Entwässerung durchgeführt werden. Oftmals ist es nicht sicher, wieviel das Tier an Schokolade zu sich genommen hat. Da ist der Weg zum Tierarzt eine sichere Vorsorge.

Einer Schokoladenvergiftung Deines Lieblings kannst Du nur auf eine einzige Art vorbeugen, so der Tierarzt: Ganz klar, Schokolade ist für Deinen Vierbeiner absolut tabu! Bewahre jegliche Schokolade auch zur Weihnachtszeit außer Reichweite Deines Tieres auf.

Verpackungen im Hundemagen

Eine weitere Gefahrenquelle birgt aber auch die Verpackung, weiß unsere Tierheilpraktikerin Angelica. Hunde packen die Leckereien in der Regel nicht aus, sie werden häufig komplett verspeist. Hier kann es zu Problemen im Magen-Darm-Bereich kommen und der Weg zum Tierarzt sollte nicht hinausgezögert werden. Wenn möglich, nimm die Schokoladenverpackung mit zum Tierarzt, wie viel und wann Dein Tier die Schokolade gefressen hat.

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Gefahrenquelle Nr. 2: Weihnachtsbaum mit Lametta und Weihnachtskugeln

Glänzendes Lametta, bunte Glaskugeln – der Weihnachtsbaum ist das Symbol für Weihnachten und auch gleichzeitig eine große Gefahrenquelle für Deinen Vierbeiner.

Unsere Tierheilpraktikerin rät: Zunächst sollte der Baum stabil stehen und am besten mit Seilen an der Wand gesichert werden, damit er auch beim Anspringen nicht umfallen kann. Sorge dafür, dass die Tiere nicht an das Wasser im Baumständer herankommen, da dieses Konservierungsstoffe, Pestizide und die giftigen ätherischen Öle des Nadelbaumes enthalten kann. Am besten ist es, wenn Du Deine Tiere gar nicht mit dem Baum alleine lässt.

Weihnachtskugeln können zur echten Gefahr werden

Hunde und Katzen spielen gerne mit den glitzernden Glaskugeln. Die Gefahr, dass die Kugeln dabei zerbrochen und gefressen werden, ist groß. Unser Tierarzt Philipp Schledorn erzählt: Jedes Jahr aufs Neue bestaunen wir auf Röntgenaufnahmen des Bauchraumes die unglaublichsten Dinge. Wir sehen sicher 2-3 Mal pro Weihnachtssaison eine verschluckte Weihnachtskugel im Bauchraum eines neugierigen Hundes. Und das Verschlucken ist nicht das Schlimmste, sofern wir es rechtzeitig bemerken: wenn der Hund die Kugel zerkaut, kann das zusätzlich zu bösen Verletzungen im Magen-Darm-Trakt führen.

Glitzerndes Lametta ist giftig

Der Spieltrieb von Katzen wird bei glitzerndem Lametta sofort geweckt. Doch enthalten die bunten Fäden nicht nur häufig Blei, sondern können auch zu massiven Verdauungsstörungen und einer Verschließung des Darmtraktes führen. Schon häufiger musste Tierarzt Schledorn zur Weihnachtszeit Lametta-Fäden aus Katzen oder ganze Weihnachtskugeln aus Hunden herausoperieren. Verzichte am besten ganz auf Lametta oder verwende Lametta aus Papier und hänge den Christbaumschmuck in einer für Deinen Vierbeiner nicht erreichbaren Höhe auf.

Was tun, wenn die Weihnachtsdeko gefressen wurde?

Hast Du gesehen, dass sich Deine Katze oder Dein Hund über die Weihnachtsdeko hergemacht hat, dann gehe je nach Schweregrad - wurde ein ganzer Lametta-Faden verschluckt? Sind Stücke von einer Glaskugel runtergeschluckt worden? - direkt zum Tierarzt. Spätestens bei Symptomen wie Erbrechen, Magen-Darm-Geräuschen, Durchfall, Krämpfen oder Appetitlosigkeit ist der Besuch notwendig.

Wird ein Hund oder eine Katze mit der Vermutung, dass ein Fremdkörper verschluckt wurde, zum Tierarzt gebracht, beginnt dieser die Untersuchung mit dem Abtasten des Bauches des Tieres. Ein Kontrastmittel macht den Fremdkörper beim Röntgen der Brust und des Bauchraums sichtbar. Ist der Fremdkörper im Magen, wird eine Magen-Darm-Spiegelung durchgeführt und der Fremdkörper mit der Zange entfernt. Ist der Fremdkörper allerdings im Darm und hat gegebenenfalls einen Darmverschluss verursacht, steht dem Vierbeiner im schlimmsten Fall eine OP bevor.

Gefahrenquelle Nr. 3: Kerzen & Lichterketten

Weihnachten ohne Kerzen? Schwer vorstellbar! Doch die Neugierde unserer Vierbeiner kann zu Verbrennungen der Schnurrhaare oder des Naseninnenraums führen. Generell solltest Du Deine Haustiere unter keinen Umständen mit brennenden Kerzen alleine lassen, denn wenn der Hund wedelt oder die Katze spielt, kann aus der Weihnachtsdekoration eine echte Brandgefahr werden. Auch sonst solltest Du sie nur außer Reichweite Deiner Vierbeiner anzünden.

Auch Lichterketten sind nicht gefahrenfrei. Denn werden die Kabel angeknabbert, drohen schmerzhafte Elektroschocks. Hast Du einen „Knabberer“ zu Hause, dann verstecke das Kabel der Lichterkette oder ziehe den Stecker. Schließlich kann niemand seine Vierbeiner die ganze Zeit beobachten, wenn der Weihnachtstrubel erst einmal eingesetzt hat.

Gefahrenquelle Nr. 4: Adventskranz und Weihnachtspflanzen

Unsere Tierheilpraktikerin Angelica kennt auch zwei pflanzliche Gefahrenquellen, die zur Weihnachtszeit besonders in den Fokus des Interesses rücken:

Ein schön geschmückter Adventskranz entzückt nicht nur Dich, sondern auch Deine Haustiere. Kerzen, Kugeln und duftender Tannengeruch auf dem Tisch - das weckt die Neugier. Vielleicht sogar zum Anfassen oder Anknabbern, denn sowas bekommt man nicht alle Tage vorgesetzt. Aber: Die Tannennadeln können für die Vierbeiner giftig sein. Also gilt auch hier: den Kranz immer außer Reichweite Deiner Tiere aufstellen oder im Notfall wegschließen, sobald Du den Raum verlässt.

Etliche Pflanzen sind für Katzen giftig, darunter auch viele traditionell beliebte Weihnachtspflanzen. Der Verzehr kann bei Katzen mitunter zu Erbrechen, Zittern, Lungenödem, Apathie, verzögerten Reflexen, erhöhtem Speichelfluss oder sogar zum Tod führen. Pflanzen, wie Weihnachtssterne, Christrosen und Misteln sind zwar sehr festlich und sicherlich auch schön anzusehen, haben aber in einem Haushalt mit Tieren nichts verloren.

Man sollte diese Pflanzen außerhalb der Reichweite aufbewahren, damit sich das Tier nicht vergiften kann. Am besten ist es natürlich, wenn Du ganz auf den schönen Blumenschmuck verzichtest. Ansonsten kannst Du auf ungiftige Pflanzen ausweichen, z.B. den Weihnachtskaktus, der ebenfalls toll aussieht.

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Gefahrenquelle Nr. 5: Geschenkpapier

Während wir bei der Bescherung die Geschenke auspacken und uns um deren Inhalt kümmern, werden unsere lieben Vierbeiner nahezu magisch von den glitzernden und knisternden Folien, Bändern, Schleifen und dem bunten Papier angezogen. Katzen und vor allem junge, verspielte Hunde neigen dazu, damit zu spielen und das Verpackungsmaterial manchmal auch anzufressen. Oftmals bleibt ein Verschlucken dann nicht aus. Auch hier kann es zu Verdauungsstörungen kommen. Den Tierarzt solltest Du aufsuchen, wenn Dein Tier Zeichen von Magenbeschwerden zeigt. Kleine Mengen Geschenkpapier oder Verzierung sind nicht gesund, aber im Normalfall auch nicht gefährlich für Deinen Vierbeiner.

Gefahrenquelle Nr. 6: Sprühschnee

Gerne wird der allseits beliebte Sprühschnee verwendet, welcher besonders hübsch auf dem Weihnachtsbaum oder den Fenstern aussieht. Als Hunde- und Katzenbesitzer solltest Du Dich aber vor dieser Deko-Idee in Acht nehmen. Nur eine kleine Menge des Sprühschnees kann schon zu Vergiftungen führen, denn dieser enthält Blei.

Vor allem Katzen lecken an etlichen Dingen herum und können so aus Neugierde auch diese giftigen Stoffe aufnehmen. Unsere Tierheilpraktikerin Angelica rät: Verwende als Weihnachtsdeko in Deinem Haushalt lieber Naturmaterialien, wie z.B. Holz oder Stroh.

Gefahrenquelle Nr. 7: das Festessen

Wir haben oben schon über den Verzehr von Schokolade und anderen Naschereien gesprochen. Erwähnen möchten wir auch noch das Festessen. Oftmals reicht ein Augenblick der Unaufmerksamkeit und der Festtagsbraten wurde angeknabbert oder ganz stibitzt. Je nach den Gewürzen und deren Intensität in unseren weihnachtlichen Speisen können diese bei Deinen Tieren Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Auch Geflügelknochen können leicht splittern und, genauso wie Fischgräten, gefährlich für den Magen-Darm-Trakt Deines Lieblings werden. In diesem Fall hilft also nur Vorsicht: Weihnachtsköche mit Haustieren sollten immer ein zusätzliches Auge auf Ihre Vierbeiner haben.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen kann an den Weihnachtsfeiertagen nichts mehr schiefgehen!

Musstest Du schon mal zu Weihnachten mit Deinem Hund oder Deiner Katze zum Tierarzt? Wenn ja, warum? Verrate es uns in den Kommentaren.

Wir wünschen Dir, Deiner Familie und Deinen Vierbeinern ein fröhliches Weihnachtsfest! 
Tierarzt Philipp Schledorn & Tierheilpraktikerin Angelica Smaigl


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

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