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Gastritis - Was Deinem Hund auf den Magen schlägt

Gastritis - Was Deinem Hund auf den Magen schlägt

Entzündungen des Magens sind bei Hunden weit verbreitet und können vielfältige Ursachen haben. Wie bei uns Menschen leidet Dein Hund dann unter Übelkeit, Krämpfen oder Schmerzen. Dennoch bleibt eine Gastritis oft unentdeckt. Unsere Tierheilpraktikerin Angelica erklärt heute, wie Du eine Magenschleimhautentzündung erkennen und bekämpfen kannst.

Was ist eine Hunde-Gastritis?

Das Wort “Gastritis” leitet sich vom griechischen Gaster (=Magen) und der Endung “itis” (=Entzündung) ab. Man bezeichnet sie auch als Magenschleimhautentzündung. Eine akute Gastritis geht mit Bauchschmerzen und Erbrechen einher. Dein Hund frisst dann auffällig viel Gras und trinkt große Mengen. Mit einer entsprechenden Behandlung sind die Beschwerden therapierbar - allerdings muss sie dafür erkannt werden.

Ursachen für akute Gastritis beim Hund

Um Deinem Tier helfen zu können, solltest Du die möglichen Ursachen für eine akute Gastritis erkennen. Magenbeschwerden sind leider bei vielen Hunden alltäglich. Sie können durch schlechte Lebensmittel oder verdorbenes Futter ausgelöst werden, aber auch Infektionen oder eine starke Verwurmung können die Erkrankung des Magen-Darm-Systems bewirken.

Die Aufnahme eines Fremdkörpers lässt sich meist zügig diagnostizieren - Infektionen mit Bakterien oder Viren aufgrund verdorbener Nahrungsmittel, eine Vergiftung oder bestimmte Medikamente als Auslöser sind dagegen nicht immer sofort als Ursachen für eine Magenschleimhautreizung erkennbar. Hinzu kommt, dass auch körperlicher oder seelischer Druck akute Magenbeschwerden bei Hunden bewirken kann.

Chronische Gastritis: Warum Hundemägen anfällig sind

Akute Gastritis ist das eine, wiederkehrende Magenbeschwerden, die auch noch unerkannt bleiben, das andere. Sie belasten das Tier und die Symptome wirken sich auch auf die Hundehalter aus. Von chronischer Gastritis können alle Hunderassen, jung und alt, betroffen sein.

Störungen in der Magenverdauung gehen auf die grundsätzliche Beschaffenheit des Hundemagens zurück: Die Natur hat den Hund als Jäger und Beutefresser geschaffen. In freier Wildbahn musste er seine Beute ähnlich wie der Wolf schnell hinunterschlingen, um der Konkurrenz voraus zu sein. Trotz evolutionärer Entwicklungen ist der Magen Deines Hundes auf der Entwicklungsstufe eines Jägers stehen geblieben. Der Magen-Darm-Trakt ist verhältnismäßig einfach aufgebaut. Verdauungsprozess beim Hund:

  1. Futteraufnahme in großen Mengen

    Der Magen Deines Hundes ist ein sogenannter Sackmagen, der sehr dehnbar und beweglich im Bauchraum des Hundes aufgehängt ist. Von Innen ist der Magen mit einer Schleimhaut ausgekleidet.

  2. Beginn der Verdauung

    Im Sackmagen werden die Eiweiße durch das Pepsin und die Salzsäure - beides Bestandteile der Magensäure - gelöst. Die Magensäure trägt wesentlich zur Verdauung bei und tötet viele Krankheitserreger in der Nahrung ab. Gleichzeitig ist sie auch so aggressiv (ph-Wert von 1-2), dass der Magen sich beim Verdauungsvorgang selbst verdauen würde - wäre er von Innen nicht mit der schützenden Schleimschicht ausgekleidet.

  3. Weitere Verdauung im Dünn- und Dickdarm

    Der vorverdaute, saure Nahrungsbrei gelangt nun in den Dünndarm bzw. dessen ersten Teil, den Zwölffingerdarm Deines Hundes. Später dann weiter in den Dickdarm, bis zur Ausscheidung.

Entscheidend für die gesunde Verdauung Deines Hundes ist also die widerstandsfähige Magenschleimhaut.Ihre natürliche Schutzbarriere hält vielen Angriffen stand, kann aber auch auf Dauer angegriffen werden. Dann kommt es zu Reizungen letztendlich zu Entzündungen, da Säuren in die tiefen Schichten des Magengewebes vordringen.

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Ursachen für chronische Bauchschmerzen Deines Hundes

Wie bereits erwähnt ist eine chronische Gastritis oft noch schwieriger zu erkennen. Auslöser für eine Entzündung der Magenschleimhaut können sein:

  • Fehlerhafte Fütterung bzw. falsche Ernährung des Hundes
    Dies führt oft zu einer Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie.
  • Dauerhafte Medikamentenvergabe
  • Permanenter Stress
    Häufig betroffen sind Sport- und vor allem Tierschutzhunde.
  • Bakterien
    Hier steht das Bakterium Helicobacter pylori in Verdacht heftige Entzündungen auszulösen.
  • Lebererkrankungen
  • Erkrankung der Bauchspeicheldrüse
  • Endokrine Erkrankungen wie Morbus Addison, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Nierenerkrankungen

 

Auf Dauer greift die eigene Magensäure des Hundes und seine Enzyme dabei die Magenschleimhaut und die darunter liegende Muskelschicht an.

Woran erkenne ich eine Gastritis bei meinem Hund?

Magenentzündungen erfordern schon die Aufmerksamkeit des Hundehalters, denn eine Erkrankung innerer Organe ist leider nicht offensichtlich. Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Hund eine Magenschleimhautentzündung haben könnte, solltest Du Dein Tier genau beobachten und auf folgende Symptome einer Gastritis achten:

  • Sodbrennen

    macht sich bemerkbar durch: Schmatzen, Leerschlucken, Speicheln, häufiges Gähnen, vermehrtes Fressen von Gras, Erde oder gar unverdaulicher Dinge.

  • Appetitlosigkeit

    macht sich bemerkbar durch: Futterverweigerung. Oftmals werden die Hunde als mäkelige Fresser bezeichnet, dabei haben sie die Erfahrung gemacht, dass es ihnen nach der Futteraufnahme unwohl wird.

  • häufige morgendliche Übelkeit

    macht sich bemerkbar durch: späteres Fressen Deines Hundes im Laufe des Tages.

  • Ruhelosigkeit

    macht sich bemerkbar durch: häufiges Wechseln der Liegeplätze.

  • Viel Ruhen und Schlafen

  • Lustlosigkeit

  • Starker Mundgeruch

  • aufgekrümmter Rücken

  • Schmerzen in der Magen- und Darmgegend

  • Magen-Darm-Geräusche

  • Verlangen nach viel (kaltem) Wasser

  • Erbrechen

Bei leichter Gastritis: wässriger Auswurf mit weißem Schaum oder sofortiges Erbrechen des aufgenommenen Futters.
Bei stärkerer Gastritis: Die Magenkontraktionen sind begleitet von einer kräftigen Bauchpresse - Darminhalt wird mit dem Erbrochenen ausgeworfen und es kommt zu einer gelb-grünen Färbung.
Bei starker Gastritis: Die Magenschleimhaut mit ihren Kapillar- und Haargefäßen ist bereits angegriffen, Du kannst eine leichte rosa Färbung der ausgeworfenen Masse feststellen. Findet sich Blut im Stuhl, deutet dies auf Blutungen des Magen-Darm-Bereichs hin.

Sichere Diagnose der Gastritis

Um zu verhindern, dass aus einem akuten Leiden chronische Beschwerden für Deinen Hund werden, sollte die Magenentzündung frühzeitig erkannt werden. Das ist nicht immer so einfach, ist doch das Schmerzempfinden der Vierbeiner ähnlich unterschiedlich wie bei uns Menschen. Wenn Dein Tier nur vereinzelt Symptome zeigt, kann es also auch eine sehr hohe Schmerzgrenze haben. Am sichersten ist es, die endgültige Diagnose einem Tierarzt oder einer Tierklinik zu überlassen.

Dort kann eine Gastroskopie oder eine Ultraschalluntersuchung Aufschluss über das Befinden Deines Vierbeiners geben. Bei der Gastroskopie, also einer Magenspiegelung, wird von Innen untersucht, ob eine Gastritis vorliegt. Bei einer Ultraschalluntersuchung wird von außen “beleuchtet”, ob beispielsweise die Magenwände verdickt sind. Hinzu kommen unterschiedliche Blut- und Kotuntersuchungen. So kannst Du sicher sein, was Deinem Liebling auf den Magen schlägt.

Therapie einer Gastritis beim Hund

Die Therapie sollte immer anhand der Ursachenforschung betrieben werden. Oft erfordert dies von Mensch und Tier viel Geduld. Schulmedizinisch wird eine Gastritis mit Antibiotika und mit Magensäurehemmern behandelt, sogenannten Protonenpumpenhemmern und Sucralfat-Präparaten. Des weiteren wird Dein Tier wahrscheinlich auf Schonkost in Form von speziellem Nassfutter umgestellt.

Alternativmedizinisch ist meist eine individuell angepasste Ernährungsumstellung zu empfehlen. Diese kann mit magenberuhigenden Maßnahmen auf natürlicher Basis begleitet werden. Diese Variante mag langfristig angelegt sein, ist aber dementsprechend erfolgversprechend und schonend, wenn sie durchgehalten wird.

Ich wünsche Euren Hunden eine allzeit gute Verdauung und eine stabile Gesundheit!

Eure Angelica


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

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