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Wenn die Gelenke schmerzen >> Arthrose beim Hund

Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund. Dabei zählt sie schon längst nicht mehr zu einer Alterserscheinung, sondern betrifft auch junge Hunde. Hier liegen mit bis zu 50% eine genetische Prädisposition vor. Verantwortlich für diesen hohen Anteil sind die anatomisch ungünstigen Veränderungen des Bewegungsapparates, die durch Zucht und Rassetypus gefördert werden. Die restlichen 50% kann der Hundebesitzer selbst beeinflussen, vor allem durch die richtige Dosierung von Bewegung und Erholung des jungen Hundes. Eine übermäßige Belastung auf harten Böden, extreme Spiele und sportliche Aktivitäten im ersten Lebensjahr erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Entstehung von Gelenksarthrosen.

Was ist Arthrose beim Hund?

Arthrose ist eine unheilbare, fortschreitende Erkrankung des Gelenks, eine sogenannte degenerative Gelenksveränderungen, die einen chronischen Verlauf hat und an allen Gelenken auftreten kann. Der Gelenkverschleiß führt mit der Zeit zu einer Beeinträchtigung des Gelenkknorpels. Der geschädigte Knorpel wird weiter zerstört. Es bilden sich knöcherne Zubildungen, die durch den ständigen Abrieb in den Gelenksspalt geraten und durch die Reibung zu Entzündungen und Schmerzen führen. In der akuten Phase ist auch eine Schwellung des Gelenks ersichtlich. In dem Prozess spielt auch die Produktion der Gelenkflüssigkeit eine Rolle, die in dem Zerstörungsprozess beeinträchtigt wird, was eine verminderte Schmierwirkung zur Folge hat. Das bedeutet eine zusätzliche Reibung im Gelenk. Die Erkrankung führt zu starken Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit.

Zwei Arten von Arthrose sind bekannt. Einmal die primäre Arthrose - sie tritt auf ohne das es eine Vorerkrankung des Gelenkes gegeben hat. Dann gibt es noch die sekundäre Form der Arthrose. Hierbei entsteht eine Arthrose als Folgeerkrankung in einem schon geschädigten oder erkrankten Gelenk wie z.B. eine Hüftdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED). Zudem gibt es noch die akute Form: Arthritis. Die Arthritis ist ein akutes entzündliches Geschehen mit Rötung, Schwellung, Wärme und Gelenkerguss.

Die Sache mit dem kalten Wetter

Kälte, Feuchtigkeit, Wind und Regen... so richtig ungemütliches Wetter verschlimmern die Beschwerden. Humanmediziner vermuten bei Menschen die Ursache im durch die Kälte verlangsamten Stoffwechsel. Die Durchblutung wird vermindert, die Muskulatur verspannt sich und das führt zu dumpfen Schmerzen. Bei Kälte stellt der Körper auf Notversorgung um: Primär werden die überlebenswichtigen Organe und das Gehirn mit Blut versorgt - erst danach Arme und Beine mit den Gelenken sowie die Muskeln.

So wird die Erklärung der Schmerzen auch logisch: die Kälte reduziert die Viskosität der Gelenkflüssigkeit, d.h. die Gelenke verlieren ihre Geschmeidigkeit indem die Gelenkschmiere, die Synovia, ihre Elastizität verliert und der Reibungsschmerz nimmt zu. Bei der derzeitig herrschenden Kälte mit der hohen Luftfeuchtigkeit werden die Schmerzen verschlimmert. Besser ist tatsächlich trockene Kälte für Arthrose-Erkankte.

Wärme und Bewegung hilft bei den Schmerzen. Daher sollte für die Spaziergänge ein Hundemantel in Erwägung gezogen werden, denn so lässt sich der Hund auch eher für den Gang ins Freie animieren. Und Bewegung tut gut! Wenn Gelenke nicht bewegt werden, wird weniger Gelenkflüssigkeit (Synovia) gebildet, was den Schmerz verschlimmert. Im Haus sollten warme und weiche Liegeplätze zur Verfügung stehen.

Warum ist die Gelenkflüssigkeit (Synovia) so wichtig?

Die Gelenke sind die bewegliche Verbindung zwischen den einzelnen Knochen. Damit die aneinander liegenden Knochen reibungslos gleiten können, sind ihre Enden mit Knorpel besetzt. Zwischen den jeweiligen Knorpelflächen befindet sich die besagte Gelenkschmiere, auch Synovia oder Synovialflüssigkeit genannt. Es ist eine sehr zähflüssige Masse, die noch zusätzlich die wichtige Funktion hat, das Gelenk mit Nährstoffen zu versorgen und Abbauprodukte abzuführen. Um es sich besser vorzustellen, kann man es mit einer Türscharniere vergleichen, die regelmäßig geölt werden muss, damit sie nicht quietscht.

Gelenkfehlstellungen, Überlastungen, Unfälle, Übergewicht sowie Stoffwechselstörungen beeinträchtigen bzw. beeinflussen den reibungslosen Ablauf im Gelenk und die Zusammensetzung der Synovia wird verändert. Die Gelenkflüssigkeit kann nicht mehr in der Qualität schnell genug nachproduziert werden und die Knorpeloberfläche wird rau, minimalste Knorpelteile splittern ab, worauf die Gelenkoberfläche (die Gelenkhaut) mit Entzündungen reagiert. Das hat zur Folge, dass noch weniger Gelenkflüssigkeit produziert wird und die Entzündungssymptome sich ausweiten. Es führt zur Arthritis und letztendlich zur Arthrose.

Was hilft bei Arthrose?

Für die Behandlung einer Arthrose stehen verschieden Therapien zur Verfügung. Eine bestehende Gelenkschädigung kann in den meisten Fällen nicht wieder rückgängig gemacht werden, daher ist das Ziel jeder Behandlung ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Beschwerden zu lindern.

Übergewicht – Bei jedem Hund mit Arthrose ist jedes Kilogramm zu viel eine Mehrbelastung. Eine Gewichtsreduktion ist notwendig, um eine unnötige Belastung der Gelenke zu verhindern.

Belastung – Bei jeder Form der Arthrose ist ein gesundes Maß an Bewegung wichtig, um einen Abbau der Muskulatur zu vermeiden. Überbelastungen in Form von Ballspiele, Agility o.ä. was plötzliche Richtungswechsel und Sprünge beinhaltet, sollten vermieden werden. Und bei langen Spaziergängen gönnt man dem Hund ab und zu eine Pause. Besonders gut ist eine Bewegungstherapie in Form von Unterwasserlaufbänder und Schwimmen unter Aufsicht eines oder einer Physiotherapeutin oder Physiotherapeut zur Förderung der Beweglichkeit, Stärkung der Gelenke und Aufbau der Muskulatur.

Alternative Heilmethoden – Durch eine/n versierten Tierheilpraktiker/in kann auch die Akkupunktur, Homöopathie oder der Einsatz von Blutegeln infrage kommen und dem Hund wertvolle Unterstützung leisten.

Fütterung – Getreidefrei (Getreide steht in Verdacht, Entzündungen zu fördern) und weniger Stärke (z.B. Kartoffeln)

Nahrungsergänzung – Zur natürlichen Unterstützung kann schon fast traditionell die Grünlippmuschel genannt werden, welche die wichtigen Glycosaminglycane enthält. Dazu Collagen mit seinem Anteil an Glucosamin und Chondroitin. Weiterhin hat sich MSM (Methylsulfonmylmethan) bewährt. Vor allem in akuten Phasen hilft es recht schnell bei Schmerzen, entsäuert und entschlackt.

Auch Hagebutten helfen bei Entzündungen in den Gelenken und stoppen die Zerstörung des Knorpels, was wiederum Schmerzen lindert und die Beweglichkeit verbessert.

Weitere wichtige Kräuter bei Gelenkerkrankungen sind auch Weidenrinde, Teufelskralle, Mädesüß, Brennnessel und Ingwer, um die Schmerzen und Entzündungen zu lindern.

Öle mit einem hohen Anteil von Omega 3-Fettsäuren unterstützen den entzündungshemmenden Prozess. Hier sind Lein- und Hanföl genannt. Zu der Gruppe der wichtigen Omega-3-Fettsäuren gehören auch Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), die vor allem in Fischölen wie Lachsöl vorkommen. Öle mit ihren Gammalinolensäure, wie Borretsch- oder Nachtkerzenöl wirken ebenfalls entzündungshemmend.

Für eine individuelle Beratung und Zusammenstellung der Produkte stehen wir dir gerne zur Verfügung.

Ich wünsche deinem Hund eine schmerzfreie und muntere Zeit!


Über den Autor: Angelica Smajgl

Tierheilpraktikerin bei AniForte®

Angelica Šmajgl absolvierte ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM - Lehreinrichtung für Alternative Tiermedizin ATM GmbH in Bad Bramstedt. 2008 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen für Klein- und Grosstiere vor dem Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) ab. Stetige Weiter- und Fortbildung im Bereich der Homöopathie und Phytotherpie folgten.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der artgerechten Ernährung von Hunden. 2014 machte sie dann den Abschluss zur zertifizierten Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt B.A.R.F. für Hunde nach Swanie Simon.

Seit 2008 führt Sie ihre eigene Praxis für Pferde und Hunde und ist bei AniForte für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.

geb. 05.03.1970


Eigene Tiere: English Setter-Rüde 'Sir Robin of Locksley' und Gordon Setter-Rüde 'Sir Edward Littleton'

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